Aktuell


Sigrún Ólafsdóttir _ 08.10. – 11.11.2017

 

Der Moment des Balanceaktes zwischen Gegensätzen ist die Quintessenz der Arbeit von Ólafsdóttir. Es ist der kurze ­Augenblick der Bewegung, wenn beide Gegensätze gleich stark oder auch schwach ausgeprägt sind, etwa die Pause zwischen Ein- und Ausatmen, zwischen Ebbe und Flut. Im Frühjahr 2017 fand die Einweihung der Skulptur „Duo“ in der Innenstadt Saarbrückens statt, eine elegante und kraftvolle Arbeit, die durch ihr fließendes Bewegungsmoment die Statik der Fassaden ausbalanciert.
Die Künstlerin (Reykjavík) studierte zunächst an der Myndlista og Handíðaskóli Íslands, Reykjavík. Es folgte ein weiteres Studium an der Hochschule der Bildenden Künste Saar, Saarbrücken. 1995 erhielt sie den Kunstförderpreis der Landeshauptstadt Saarbrücken. 2006 folgte das Pollock-Krasner Stipendium, N.Y./USA. Ihre Arbeiten befinden sich in öffent­lichen Sammlungen.

Archiv


Katharina Gerold und Gábor Török. Dreidimensional! _ 09.07. – 02.09.2017  |  verlängert bis 23.09.2017

 

Aus Anlass der Skulptur Projekte 2017 in Münster zeigt die Galerie zwei spannende Bildhauer-Positionen.
Die figürlich-abstrakten Charaktere in Ton und Bronze von Katharina Gerold zeugen vom rationellen, alles überflüssige ignorierenden Architekten-Blick. Gábor Töröks Bronzefiguren wirken trotz ihrer strengen und kantigen Erscheinung weich, fließend und elegant. Feine Papierarbeiten beider Künstler ergänzen die Schau.
Katharina Gerold (Gera/Thüringen) studierte Architektur und architekturbezogene Kunst in Dresden und am Bauhaus Dessau. Als Architektin und freischaffende Künstlerin arbeitete sie einige Jahre in Amsterdam und Paris, später in Berlin. Hier ist sie seit 2004 als Bildhauerin tätig. Ihre Arbeiten und Projekte sind in Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen.
Gábor Török (1952 Budapest) lernte in Ungarn sowohl Gold- und Silberschmied als auch Restaurator, floh 1979 nach Frankfurt und begann dort mit der künstlerischen Tätigkeit. Bei längeren Arbeitsaufenthalten in Pietrasanta arbeitete er überwiegend in Marmor, während heute sein Schwerpunkt auf Bronzen liegt. Neben zahlreichen künstlerischen Auszeichnungen wurde er mit dem Deutsch-Ungarischen Kulturpreis geehrt.


Zipora Rafaelov. Poetische Wanderungen zwischen Licht und Schatten _ 14.05. – 01.07.2017

 

Die Auseinandersetzung mit dem Scherenschnitt oder Schattenriss hat zahlreiche Künstler seit dem 18. Jahrhundert beschäftigt und zu vielfältigen Spielarten inspiriert.
Zipora Rafaelov hat dem traditionellen Medium mit ihren Papierarbeiten, Objekten und Installationen zu neuer künstlerischer Aktualität verholfen. In unnachahmlicher Synthese von skulpturalen und grafischen Eigenschaften sowie unter Einsatz von Licht werfen die weißen, an Fäden aufgezogenen Gegenstände in den Installationen ihre Schatten an die Wand und verdoppeln sich als Abbild im Raum. Dabei entsteht ein komplexes Universum, das bevölkert ist von Alltäglichem und Profanem, von Mythos und Religion, von persönlich Erlebtem und Erinnertem. Die Bildwelten der Zipora Rafaelov zeigen sich dabei stets voll Poesie, Magie und überzeitlicher Schönheit.
Rafaelov (1954 in Beer-Sheva, Israel) studierte am Institut für Schöne Künste in Bat-Yam. 1981 siedelte sie nach Deutschland über und absolvierte ein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, das sie als Meisterschülerin abschloss. 2014 erhält sie den renommierten Rheinischen Kunstpreis. Zipora Rafaelov ist national und international tätig.


Stefan Pietryga. BaumBerge – Passagen zu einer Landschaft _ 12.02. – 07.04.2017

 

Mit Stefan Pietryga (1954 Ibbenbüren) präsentiert die Galerie einen Bildhauer und ­Maler. Hauptthema seiner skulpturalen Arbeit ist die Gestalt der Pappel (aus Holz oder in Bronze). Sein Interesse für diese spezielle Baumform resultiert aus einer intensiven Auseinandersetzung mit romanischen Bauten. Pietryga suchte ein Pendant zu dieser Stilrichtung, die sich durch Betonung der Horizontale, Wucht und Schwere auszeichnet. Die Pappel mit ihrer markanten aufragenden Form schien ihm besonders geeignet. Bald entwickelte sie sich aus diesem Kontext zu einem eigenständigen Thema. Bemalt in Ultramarin akzentuiert er emotionale wie auch transzendente Vorstellungen von Himmel, Tiefe und Immaterialität. Einen anderen Schwerpunkt bilden seine Aquarelle, die Passagen, in denen Figuren, die sich an mehreren, an einer Vielzahl von topographischen Punkten gleichzeitig befinden.
Nach dem Ende seines Studiums 1980 an der heutigen Kunstakademie Münster und zahlreichen Ausstellungen sind seine Arbeiten heute in Sammlungen und Museen natio­nal und international zu sehen, neben seinen Schwerpunkten der Skulpturenprojekten und Arbeiten im sakralen Raum.

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Pierre Fischer. ESPACES | DÉRIVES _ 13.11.2016 – 28.01.2017

 

Die Bilderwelt von Pierre Fischer ist eigentümlich bekannt und irritierend zugleich: Das Repertoire seiner Motive speist sich aus unterschiedlichen Quellen und Verbindungen: Menschen, Natur und Gegenstände, aber auch Musik und Literatur dienen ihm als Stimulans. Der Künstler setzt sie jedoch in unterschiedlichen Kontexten zu neuen frappierenden Kompositionen zusammen, fusioniert geschickt Ebenen der Wahrnehmung und der Perspektive zu einer neuen Wirklichkeit.
Pierre Fischer (1968 Strasbourg) lebt und arbeitet seit 1992 in Berlin. 1990 Diplom der Ecole Nationale Supérieure des Beaux Arts, Paris und 1991 Licence d‘Arts Plastiques an der Universität Strasbourg; Gaststudent bei Konrad Klapheck und Norbert Tadeusz an der Kunstakademie Düsseldorf. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.


Eva Horstick-Schmitt. Eva 2490 _ 11.09. – 29.10.2016

 

Die international tätige Fotokünstlerin Eva Horstick-Schmitt widmet sich in ihrem Schaffen seit 2002 dem Bild der Frau. Ihre Motive findet sie während ihrer unzähligen Reisen durch Europa, Afrika, die USA sowie in Krisen- und Kriegsgebieten.
Menschenhandel, Prostitution und Macht finden ebenso Eingang in ihre Motivwelt wie die schillernde Welt von Glamour, Glitter und Lifestyle. Mit den ihr eigenen künstlerischen Möglichkeiten zeigt die Künstlerin die dramatischen Auswirkungen kriegerischer Auseinandersetzung und Unterdrückung auf, ohne den Blick für sehnsuchtsvolle Hoffnung, Optimismus und überbordende Lebensfreude einer ganzen Generation von Frauen und Mädchen zu verlieren.
Eva Horstick-Schmitt schloss 2002 ihre Studien an der Fachhochschule Dortmund im Bereich Kommunikationsdesign / Fotodesign mit einer Diplomarbeit über den Kosovo „Station Prizren“ ab. Einige ihrer Kosovo-Fotos wurden bei der Wanderausstellung von Terre des Femmes in 85 Städten gezeigt.


Ansgar Skiba. Gärten und Landschaften _ 12.06. – 13.07.2016

 

Seit zwei Jahrzehnten inspiriert den Künstler das Thema Landschaft. Er gehört zu den wenigen Künstlern, die sich, um zu arbeiten, in die Natur begeben und die die direkte sinnliche Erfahrung des Landschaftsraumes suchen. Er wählt dabei Orte, die von Menschenhand weitgehend unberührt geblieben sind. Immer schon war die Natur für Skiba eine Art Zufluchtsort, ein Ort der Versenkung und Selbstfindung, ein Versuch einer heilsamen Berührung mit der Welt.
Jutta Saum, Kunsthistorikerin

1959 in Dresden geboren, 1974–1977 Abendstudium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, 1981 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, 1983–1988 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, 1983–88 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Rolf Sackenheim, Michael Buthe und Gotthard Graubner, 1989 Arbeitsstipendium der Hedwig und Robert Samuel-Stiftung Düsseldorf, 1993 Arbeitsstipendium der Kunststiftung Rotterdam und der Stadt Düsseldorf, 1996 Exchange – Cubitt Studios, London. Skiba lebt und arbeitet in Düsseldorf (Atelier).


Roland Stratmann. CONTRA/RE _ 10.04. – 11.06.2016

 

Neben der Gestaltung dreidimensionaler Werke für den öffentlichen Raum bildet das zeichnerische Werk einen Schwerpunkt im künstlerischen Schaffen Roland Stratmanns. Hier setzt er sich vor allem mit künstlerischen Fragestellungen zur Linie auseinander, ihrer konturierenden, ein- und ausgrenzenden und beschreibenden Funktion. Daraus resultieren beispielsweise so genannte „Endloszeichnungen“, die unter hoher Konzentration aus einer einzigen, ununterbrochenen Linie entstehen. Roland Stratmann (1964 Borken-Weseke) studierte von 1984 bis 1990 an der Universität der Künste Berlin. 1991 erhielt er das Stipendium Junge Kunst der Alten Hansestadt Lemgo. 2000 lebte er mit einem Stipendium der Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Istanbul. 2006 erhielt er den Tempelhof-Schöneberger Kunstpreis. Sein künstlerischer Entwurf für die Lichtinstallation „Neuköllner Tor“ am S- und U-Bahnhof Neukölln in Berlin wurde 2009 mit dem Nationalen Sonderpreis für integrierte Stadtentwicklung und Baukultur ausgezeichnet. Stratmann lebt in Berlin.

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Mechtild van ­Ahlers. Another Day on Earth _ 28.02. – 03.04.2016

 

Das Werk der Künstlerin Mechtild van Ahlers kennzeichnet das feine Gespür für den Klang der Farben. Ihre Bilder sind rauschende Symphonien in Klang-Farben, die von leuchtend hell bis hin zu melancholisch dunkel tendieren können. In all ihren Kompositionen entwickelt sich die Vollkommenheit des Bildraumes, der unter stetiger Betrachtung – im Einklang mit dem dazugehörigen Titel – seinen großen emotionalen Ausdruck beim Betrachter erzielt.
Thomas R. Hoffmann, Gemäldegalerie Berlin

Mechtild van Ahlers (1954 Coesfeld) studierte an der renommierten Folkwang Hochschule in Essen und diplomierte dort 1980 im Bereich Bildhauerei. Seit 1987 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin mit dem Schwerpunkt Malerei. Ihre Werke werden in nationalen und internationalen Ausstellungen (Berlin, Amsterdam, Athen, New York) gezeigt.

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Isa Dahl und Daniel Wagenblast. Alles andere ist alles andere _ 22.11.2015 – 29.01.2016

 

Das Stuttgarter Künstlerpaar Isa Dahl und Daniel Wagenblast zeigt in der Ausstellung aktuelle Positionen seines Schaffens.

Isa Dahl (geb. 1965 in Ravensburg) studierte an der Staatlichen Akademie der Künste in Stuttgart und wechselte später an die Kunstakademie Düsseldorf zu Dieter Krieg, dessen Meisterschülerin sie 1991 wurde. Sie erhielt mehrere Preise (u. a. Villa-Romana-Preis 1995, Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium 1996) Ihre Arbeiten befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen (BW Bank, Karlsruher Institut für Technologie). Isa Dahl ist auf nationalen und internationalen Messen vertreten.

Daniel Wagenblast (geb. 1963 in Schwäbisch Gmünd) studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste bei den Professoren Peter Grau und Rudolf Schoofs. 1992 folgten Reisen in die USA und nach England. Er erhielt mehrere Preise und ein Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg (1996). Das Schaffen Daniel Wagenblasts wurde in Einzelausstellungen und Museumspublikationen gewürdigt. Zahlreiche Arbeiten befinden sich im öffentlichen Raum (u. a. Klinikum Essen, IHK Nagold, Stadt Eschwege).

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Jan de Vliegher. Malerei _ 20.09.–24.10.2015

 

Anlässlich des Münsterlandfestivals part 8 mit dem Schwerpunkt Benelux zeigt die Galerie Arbeiten des international gefeierten Malers Jan de Vliegher.

Jan de Vliegher (1964) lebt und arbeitet in Brügge, Belgien. Der Künstler wurde Meisterschüler am Hoger Instituut voor Beeldende Kunsten Sint-Lucas, Gent (1982–86). 2000 erhält er den Laureaat Priijs voor Beeldende Kunsten, West-­Vlaanderen. Seit 2003 unterrichtet er Malerei und Zeichnung an der Stedelijk Akademie von Bügge. Er stellt regelmäßig in Europa, USA, Asien und in Neuseeland aus.


Stefan Rosendahl. L’Espace Invisible _ 02.08.–12.09.2015

 

Die Frage nach dem ‚rechten Maß‘ ist das zentrale Thema des Bildhauers Stefan Rosendahl. Ausgehend vom eigenen Körpermaß verhandelt er grundsätzliche Fragen der Bildhauerei wie des Menschenbildes an sich.Die Anthropometrie (von altgriechisch métron „Maß, Maßstab“) meint die Idee von der exakten Bestimmung mensch­licher Maßverhältnisse. Sie ist gleichsam die Basis, von der aus Stefan Rosendahl seine bildhauerischen Arbeiten entwickelt und diese, indirekt, mit den modernen Möglichkeiten, biometrische Daten zu gewinnen, konfrontiert. ­Rosendahl reduziert und abstrahiert seine biometrischen Daten auf Körperschablonen, die dem Bildhauer maximale künstlerische Freiheit geben, um die so gewonnene Form in ihrer Statik und Dynamik weiter zu entwickeln.Stefan Rosendahl hat nach seiner Ausbildung zum Steinmetz das Studium der Bildhauerei an der Hochschule für ­Künste in Bremen, an der École Supérieure des Beaux-Arts de Marseille und an der Kunstakademie Münster ­Bildhauerei absolviert. 2004 wurde er zum Meisterschüler von Katharina Fritsch ernannt.

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Marion Große-Wöstmann _ 14.06.–26.07.2015

 

Landschaften bilden einen zentralen Aspekt in der Malerei von Marion Große-Wöstmann. Geprägt durch Naturein­drücke nimmt sie diese zum Ausgangspunkt ihrer Bildschöpfungen. Es sind Naturerlebnisse, die sich mal als wildes und turbulentes Spektakel zeigen, mal in fast meditativer Ruhe erscheinen. Indem sie das Thema Landschaft als Zusammenspiel von Wahrnehmung und Innenschau, von Außenbild und Reflexion begreift, erweitert sie es um die Tiefe menschlicher (Bewusst-)Seinszustände. Neuere Arbeiten sind dem Aspekt der melancholisch geprägten Industriebauten gewidmet, inspiriert durch den Blick aus dem Speicheratelier. „Die Kombination von konkreter Architektur mit der abstrakten Auffassung von Wasser- und Himmelfläche erzeugt einen eigentümlichen Stimmungswert, der fast surreal anmutet.“ (Bärbel Jäger)

Marion Große-Wöstmann studierte von 1993–98 Freie Malerei an der Kunstakademie in Münster bei Professor ­Hermann-Josef Kuhna, der sie 1997 zu seiner Meisterschülerin ernannte. Ihr Werk wurde seitdem in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gefeiert und fand Aufnahme in öffentliche Sammlungen.

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Jürgen Klück. Zeitgeister _ 10.05.–06.06.2015

 

Jürgen Klück ist ein Meister der Unschärfe. Vertraute Formenwelten stehen gleichberechtigt neben bis ins ­Ungegenständliche verfremdeten Wirklichkeitspartikeln. Unschärfe bedeutet jedoch nicht nur Verschleierung und Weichzeichnung von Figur, Bewegung und Raum: Sie vermittelt dem Betrachter angesichts von sich ­auflösenden ­Konturen, welligen Formationen und verwischenden Schatten etwas Geheimnisvolles, ja Mystisches. Für den ­Betrachter bedeutet dies zunächst Irritation, dann Herausforderung: Denn die Loslösung vom Zwang der Identität setzt das Zulassen von Unbestimmtheit und Vieldeutigem voraus – ein reiches Spektrum an Möglichkeiten entsteht. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen seine Werkreihen „Zeitgeister“, „Geoffrey Farmer“ und „Norderney“, die ­zwischen 2010 bis 2015 entstanden sind.

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Gan-Erdene Tsend. EXISTENT – NICHT EXISTENT: Werke 2005–2015 _ 22.03.–02.05.2015

 

Vor 14 Jahren verließ der Künstler Gan-Erdene Tsend (1979) die Mongolei, um in Deutschland eine neue Heimat zu finden. Nach einem Studium der Malerei an der Universität für Kultur und Kunst in Ulaanbaatar (1996–2001), verfeinerte er sein malerisches Können bei Professor Hermann-Josef Kuhna an der Kunstakademie Münster. Sein künstlerisches Selbstverständnis sowie die Entwicklung und Vertiefung seiner bildkünstlerischen Handschrift lassen sich eindrucksvoll an den zahlreichen Einzelausstellungen, Preisen (2014 Auszeichnung als „Bestes mongolisches Volkstalent“, ­Kultur Ministerium Mongolei, 2012 Kunstpreis Wesseling) und Messebeteiligungen (KIAF, Seoul, Art Copenhagen, Art Karlsruhe, Art.Fair, Köln) belegen.

Aus diesem Anlass zeigt die Ausstellung die erste Retrospektive seiner Werke 2005–2015. Neben neuen, noch nicht ausgestellten Arbeiten, werden auch seine Installationen „Auf dem Rücken“ und „Kingdom of Heaven“ im Außenraum der Galerie zu sehen sein. Der Künstler wird anwesend sein.


Ingo Kühl. In der Nähe des Meeres _ 15.11.2014–15.01.2015

 

Sein Atelier liegt im malerischen Kapitänsdorf Keitum auf Sylt. Er malt in leerstehenden Ställen und an anderen ungewöhnlichen Orten. In Berlin-Friedenau unterhält er in den Goertz-Höfen mittlerweile ein zweites Atelier, in dem viele seiner frühen Werke lagern.

Ingo Kühl (1953 Bovenau/Schleswig-Holstein) ist ein Künstler ganz unterschiedlicher Facetten: er ist Architekt, Maler, Bildhauer und Grafiker. Vor allem aber ist er Weltenbummler. Der Lieblingsschauplatz des Malers ist die Nordsee, wo die Elemente Küste, Meer, Sonne und Sturm unmittelbar aufeinander einwirken. Kühl ist fasziniert vom Elementaren starker Naturgewalten – der Bewegtheit des Meeres und der Wolken. Immer wieder thematisiert er das wild aufgeregte Meer mit der gegen den Strand andonnernden, aufschäumenden Brandung, über der phantastische Wolkengebilde turbulent hinweg ziehen. Aus anderen Arbeiten spricht eine grenzenlose, fast meditative Ruhe. Oft sind Wolken und Wasser nicht klar voneinander zu unterscheiden, sie sind in der Unendlichkeit des Universums austauschbar. Der Betrachter fühlt sich hier an die Überzeugung der Mystiker erinnert: „Alles ist eins“ – alles Leben kommt aus dem Meer und ist Prozessen, wie sie diesem Element eigen sind, unterworfen.

Die Arbeiten Ingo Kühls wurden zum ersten Mal in Nordrhein-Westfalen präsentiert.

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Hans-Jürgen Diehl. Malerei _ 07.09.2014–01.11.2014

 

Scheinbar undurchdringliche Linien, Strukturen und farbintensive Flächen tummeln sich auf den Gemälden des Berliner Malers Hans-Jürgen Diehl. Es entsteht der Eindruck eines phantasievollen Kosmos. Tatsächlich ist es jedoch keine erdachte oder geträumte Welt, die sich in seinen Bildern niederschlägt. Vielmehr sind es Facetten und Aspekte der Wirklichkeit, die ihm ein nahezu unerschöpfliches Arsenal an Formen, Motiven und Figuren liefern. Im malerischen Akt eignet er sich diese an und entwickelt sie weiter. So entsteht zwar ein in der Formgebung abstraktes, labyrinthisches Bildgefüge, das kaum noch Assoziationen an ihre Vorbilder zulässt, jedoch in ihrem Ursprung durch ein Ab-Bild vermittelt wird. 

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Sommerfrische _ 12.07.2014–29.08.2014

 

Passend zum Sommerbeginn zeigt die Galerie Gemälde, Grafiken, Fotografien, Skulpturen und Kunsthandwerk zum Thema „Sommerfrische“.

Neben bekannten Positionen aus dem Galerieprogramm sind erstmals Arbeiten  von Marion Große-Wöstmann (Münster) und Min-Clara Kim (Düsseldorf) sowie Michael Bach (Düsseldorf), Hugo Boguslawski (Düsseldorf) und Moritz Götze (Halle/Saale) zu sehen. Grafiken von Jörg Immendorf und Markus Lüpertz ergänzen die Ausstellung.


Christiane Erdmann und Wulf Wickelmann _ 10.05.2014–21.06.2014

 

Christiane Erdmann arbeitet nach dem Studium der Keramik, Bildhauerei und Fotografie und seit nunmehr 20 Jahren ausschließlich mit dem Material Holz. In ihren Tier- und Menschenfiguren, die mal humorvoll und frech, mal ernst und nachdenklich daherkommen, zeigt sie sich als sensible Beobachterin ihrer Umwelt.
 
Wulf Winckelmann kreiert mit kreidigen Spachtelmassen, Acrylfarben, Pigmenten und Tuschen Landschaftsgemälde von großer atmosphärischer Dichte. In seinen oft großformatigen, vor allen Dingen aber kontemplativen Arbeiten spielt Winckelmann mit unseren Wahrnehmungsgewohnheiten zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion – und oft ist es allein die Linie des Horizonts unter einem weiten Himmel, die dem Betrachter als Orientierung verbleibt.  

Arbeiten von Christiane Erdmann und Wulf Winckelmann werden international ausgestellt und sind in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.

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Lars Reiffers: all is vanity _ 23.03.2014–05.05.2014

 

Die Bildwelten von Lars Reiffers sind Ausdruck jener Befindlichkeiten und Gefühlslagen, die an unser Sein erinnern, etwa wenn wir einen Stein oder Felsen berühren, wenn wir die Wucht des Wassers spüren oder durch herbstliches Laub gehen: Der Mensch wird in einen Zustand der Aufmerksamkeit und Sensibilität versetzt, ja manchmal gar an die Fragilität und Verletzlichkeit des Lebens erinnert! Wir sollten seine Bilder aufnehmen mit allen Sinnen – wie Musik, die uns beim Hören in innere ­Bewegung, in einen Rhythmus, in Konzentration und Introspektion versetzt!

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Accrochage: Form, Farbe und Struktur _ 07.12.2013–31.01.2014

Die Galerie zeigt einen facettenreichen Querschnitt aus dem Programm mit bekannten Positionen sowie aktuellen Neuzugängen.
Seit der Eröffnung der Galerie im November 2012 wurden neue Künstlerinnen und Künstler aufgenommen, darunter Hans-Jürgen Diehl, Ulrike Buhl sowie Pierre Fischer; sie alle leben und arbeiten in Berlin bzw. New York. Das Münsterland ist mit Arbeiten von Bahram Hajou und Angelika Jelich (beide Münster) sowie Rolf Löhrmann (Rheine) und Bernd Pöppelmann (Steinfurt) vertreten.

 


Sala Lieber. Pracht und Sinnenfreude _ 03.11.–01.12.2013

Sala Lieber malt Bilder von unverwechselbarer Handschrift. Ihre Leinwände werden von Figuren bevölkert, die in edle Kostüme gekleidet sind und vor kostbar ausstaffierter Kulisse präsentiert werden. Zumeist werden sie von edlen Tieren und prächtigen Accessoires umgeben.
Nicht selten wecken diese farbeprächtigen und souverän gemalten Kompositionen Erinnerungen an das spanische Barock und das französische Rokoko. Sala Lieber, deren Eltern Antiquitätenhändler waren, bekennt sich explizit zu diesen Vorbildern, die sie selbst als „Poppiges Rokoko oder modernen Barock“ beschreibt.
Sala Lieber, 1980 in Budapest geboren, studierte an den Akademien in Dresden und Düsseldorf. 2005 schloss sie als Meisterschülerin bei Prof. Herbert Brandl ihr Studium ab. Die Künstlerin wurde bereits mehrfach ausgezeichnet; 2008 erhielt sie den Kunstförderpreis der Landeshauptstadt Düsseldorf sowie den Kaiserwerther Kunstpreis. Im Oktober 2013 erscheint die limitierte Künstlerausgabe des Brockhaus, die Sala Lieber illustriert hat.


5 x Konkret _ 22.09.–20.10.2013 

Max Bill und anderen prominente Vertreter der Konkreten Kunst sind im Rahmen des Münsterlandfestivals zu Gast in der Galerie. Max Bill (1908–1994) gehört zusammen mit Camille Graeser (1892–1980), Verena Loewensberg (1912–1986) und Richard Paul Lohse (1902–1988) zu den wichtigsten Vertretern der „Zürcher Konkreten“. Die Wurzeln dieser Kunstform liegen in den späten 1930er Jahren. In der Konkreten Kunst wird jede Form der Illusion getilgt, jonglieren die Künstler vielfältig mit den ureigenen Gestaltungsmitteln Linie, Farbe, Fläche und Raum. Ziel ist die Erzeugung einer reinen Kunstwirklichkeit. Es entstehen Arbeiten, die durch strenge geometrische Formen bestechen und in Kombination mit satten Farben zu harmonischen Kompositionen vereinigt werden.

Ein Teil der Ausstellung ist in Kooperation mit der Galerie Goeken, Münster, entstanden.


Wir holen den Sommer in die Galerie – nehmen Sie ihn mit zu sich nach Haus! _ 20.07.–07.09.2013

Feiern Sie mit uns eine sommerlich-bunte Acchrochage mit Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler aus dem Galerieprogramm.

Lassen Sie sich überraschen und entdecken Sie das breite Angebot aus den Depots mit Zeichnungen, Aquarellen, Grafiken, Unikaten und Fotografien sowie Kleinplastiken Großskulpturen aus Bronze und Holz!

Neben abstrahierenden Kompositionen von Hermann-Josef Kuhna, Hans-Jürgen Diehl, Isa Dahl, Angelika Jelich, Arno C. Schmetjen und Ingo Kühl, sind auch figürlich-gegenständliche Werke mit Tier-, Stadt- und Landschaftsdarstellungen sowie Menschenbilder von Gan-Erdene Tsend, Sala Lieber, Lars Reiffers, Sigrid Nienstedt, Wulf Winckelmann, Daniel Wagenblast, Stefan Rosendahl, Stefan Pietryga, Hans Scheib, Erhard Wilde, Thomas Duttenhoefer, Dieter van Offern, Bernd Pöppelmann und Jürgen Klück zu sehen.


Isa Dahl & Daniel Wagenblast _ 05.05.–30.06.2013 _ Perspektive – Malerei Bildhauerei

Das Stuttgarter Künstlerpaar Isa Dahl und Daniel Wagenblast zeigt in der Ausstellung aktuelle Positionen ihres Schaffens.

Isa Dahl entwirft auf der Leinwand imaginäre Räumlichkeiten von intensiver Leuchtkraft. Sie spielt geschickt mit kollektiven Sehgewohnheiten, denen sich der Betrachter nicht entziehen kann.

Die Protagonisten der Skulpturen Daniel Wagenblast sind starke, männliche Figuren. Er versetzt sie in szenische Kontexte, die technologische, digitale und mechanische Neuerungen zum Thema haben.

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Thomas Duttenhoefer _ 17.03.–28.04.2013 _ Aufbruch!

Im Mittelpunkt der Ausstellung „Aufbruch!“ stehen Arbeiten des Kunstpreisträgers Prof. Thomas Duttenhoefer aus Darmstadt. Er gilt als wichtigster figurativer Bildhauer Deutschlands. In seinen Plastiken, Zeichnungen und Grafiken verarbeitet er mythologische, kultische und christliche Themen.

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Accrochage _ 01.02.–09.03.2013

Die Galerie zeigt in einer vielseitigen und abwechslungsreichen Acchrochage Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern der Galerie. Vorgestellt werden abstrakte und figürliche Positionen. Freuen Sie sich auf farbenfrohe Entdeckungen in diesen tristen Tagen!


Sigrid Nienstedt _ 25.11.–20.01.2013 _ Nah und Fern

Die erste Ausstellung der Galerie widmet sich der in Hamburg und Krebeck ansässigen Malerin Sigrid Nienstedt. Tiere und Landschaften bilden den motivischen Schwerpunkt ihres künstlerischen Schaffens. In ihren realistischen Tierdarstellungen, die vom Frosch über den Schwan bis hin zum Eisbären reichen, vermag die Künstlerin den Gemütszustand oder den Wesenskern der einzelnen Kreaturen mit sensiblem Gespür und feinem Strich einzufangen. Die Landschafts- und Stadtansichten sind dem gegenüber weniger einer konkreten Ansicht oder dem Malen vor Ort geschuldet. Vielmehr lotet Nienstedt in den Darstellungen von Landschaft und Urbanität das Spektrum existentieller Stimmungen und Gefühle ausdrucksstark aus, werden Sehnsucht nach Ferne und intakter Natur oder Emotionen wie Einsamkeit und Sterblichkeit spürbar.

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Hans Scheib _ 25.11.-20.01.2013 _ Nah und Fern

Die meisterlich durchkomponierten expressiven Tierskulpturen des renommierten Berliner Bildhauers Hans Scheib bilden zu Nienstedts Arbeiten einen spannungsreichen Dialog. Scheibs Arbeiten sind in Bronze gearbeitet. Mal sind die Wesen klein und in einem in sich ruhenden Zustand beschrieben, mal in den Raum ausholend und dabei gestisch bewegt. Hans Scheibs Gestaltungsvermögen vermag den Bogen von Vitalität über Sinnlichkeit bis hin zur Grazie zu spannen.

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